Fragen und Antworten

Rund ums Geld

Wie viel kostet es? – 8000 € im Höchstfall. Dies ist dann der Fall, wenn ein Kunde völlig unvorbereitet ist, keine für die Berentung nutzbare Vordiagnostik vorhanden ist, also alles mit dem Kunden gemeinsam erarbeitet werden muss. Grundsätzlich gehen wir so vor, dass wir im Rahmen der Vorgespräche die Situation des Kunden ausführlich analysieren und dabei auch versuchen, unseren Aufwand so genau wie möglich abzuschätzen. Dann bekommt der Kunde ein individuelles schriftliches Angebot.

Wann muss ich bezahlen? – Da sind wir sehr flexibel. Im Angebot sind auch Zahlungsvorschläge enthalten. Hier ein paar Beispiele, ausgehend vom oben genannten Höchstfall:

  • 3000 € bei Beginn, 2500 € bei Beginn der Reha, 2500 € sobald die erste Rentenzahlung erfolgte.
  • Oder 2000 € bei Beginn, dann 24 monatliche Raten zu je 250 €.
  • Oder keine Anzahlung, 32 monatliche Raten zu je 250 €.

Was ist, wenn ich abrechen möchte? – Kein Problem! Sagen Sie es uns einfach und stellen Sie Ihre Zahlungen ein. Wir pochen keinesfalls auf “Vertragserfüllung” und wir schicken auch keine Mahnungen. Hiervon gibt es jedoch eine Ausnahme: wenn Ihr Ziel bereits erreicht ist. (In der Regel dann, wenn Sie die erste Rentenzahlung erhalten haben, unabhängig davon, ob eine private Berufsunfähigkeitsversicherung oder die Deutsche Rentenversicherung bezahlt). Dann haben wir unsere Leistung erbracht und erwarten dasselbe auch von unseren Kunden.

Bevor Sie Kunde werden

Nehmen Sie jeden Fall an? – Auf gar keinen Fall! Im Wesentlichen gibt es für uns drei Kriterien:

  • Wir müssen überzeugt davon sein, dass wir dem Kunden auch helfen können, dass sein Ziel erreicht wird. Sind wir dies nicht, bzw. nicht ausreichend sicher, erklären wir dem Kunden warum wir dies so sehen. Stimmen die anderen beiden Kriterien, überlassen wir es dem Kunden zu entscheiden, ob er es trotzdem versuchen möchte.
  • Die Chemie muss stimmen: Bei einer Zusammenarbeit, die ein Höchstmaß an gegenseitigem Vertrauen und Offenheit erfordert, ist dies unerlässlich. Unsere Arbeitsweise ist locker, freundschaftlich und kreativ-pragmatisch. Pedanterie und Bürokratie lehne ich ab.
  • Wir müssen überzeugt davon sein, dass der Kunde auch weiß was er will. Das klingt für Sie jetzt vielleicht seltsam, ist es aber nicht. Wir hatten schon genügend Leute hier sitzen, die aufgrund einer aktuellen Situation verzweifelt sind und ihren einzigen Ausweg in der Frühberentung sehen. Dabei steckten sie nur im falschen Betrieb oder gar im falschen Job. “Dein Opa war Jurist, dein Vater ist Jurist, also wirst du gefälligst auch einer!” Manch einer beißt sich dann durch, obwohl er viel lieber kreativ mit Holz gearbeitet hätte. Natürlich ist es für manchen wirklich zu spät, die Weichen noch einmal komplett neu zu stellen. Aber man muss zumindest darüber sprechen, Alternativen aufzeigen. Schließlich hat so eine Frühverrentung auch Folgen, die sich nicht nur aufs monetäre beschränken. So sind zum Beispiel Auswirkungen auf die Partnerschaft und auf das soziale Umfeld zu erwarten.

Manch einer kommt auch mit völlig falschen Vorstellungen: Frühverrentung und dann möglichst schnell ab ins billige Ausland, schließlich lässt es sich bereits mit einer kleinen Rente zum Beispiel in Thailand gut und luxuriös leben. Das geht aber erst dann, wenn die Rente auf Lebenszeit, also ohne weitere Nachprüfung gewährt wird. Auch wenn wir das manchmal schon nach einem Jahr erreicht hatten, ist es doch eher die Ausnahme, als die Regel.

Über all diese Dinge müssen wir sprechen, bevor Sie sich entscheiden. Wir wollen in letzter Konsequenz nur zufriedene Kunden und dazu gehört eben auch, den Kunden bedarfsgerecht zu beraten und ihm nicht einfach etwas “zu verkaufen”.

Was kann ich als möglicher Kunde vorbereitend tun?

  • Sich Gedanken über Ihre wahren Ziele machen. Was ist ihre Motivation, diesen Weg einzuschlagen.
  • Sich über die Folgen informieren. Eine Frühberentung hat nicht nur monetäre Folgen, sondern möglicherweise auch Folgen in der Partnerschaft oder im sozialen Umfeld.
  • Die Höhe der Absicherung überprüfen oder anpassen, solange noch keine ärztlichen Feststellungen getroffen sind.
  • Eine Rechtsschutzversicherung abschließen, die Sozialrecht mit abdeckt. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass Sie sie tatsächlich benötigen, trägt es doch erheblich zur eigenen Beruhigung bei, wenn Sie wissen, dass Sie im Ernstfall Ihre Ansprüche auch gerichtlich durchsetzen können.

Wie lange dauert es, bis ich Rente bekomme? – Ausgehend davon, dass wir bei Null anfangen, dauert es etwa eineinhalb Jahre in der gesetzlichen Rentenversicherung, bis Sie die erste Rente wegen voller Erwerbsminderung erhalten. Sind Sie Beamter, ca. neun Monate bis ein Jahr. Sind Sie privat BU-versichert, dauert es ca. ein Jahr, bis Sie erste Versicherungsleistungen erhalten.

Was spielt mein Alter für eine Rolle? – Bei der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente hängt die Höhe der Rente von der Einzahlungsdauer in die Rentenversicherung ab, außerdem sind die Gutachter bei jüngeren Menschen grundsätzlich etwas kritischer, was vermutlich mit der zu erwartenden längeren Rentenzahlung zusammenhängt. Das gleichen wir mit unserem Coaching aber mehr als aus. Bei einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung spielt das Alter keine Rolle, Sie bekommen einfach so viel, wie Sie versichert haben.

Wie kann ich in Erfahrung bringen, wie viel „Rente“ ich bekomme, wenn ich das mache? – Am einfachsten ist es, den letzen Rentenbescheid, den Sie ein mal jährlich von der Deutschen Rentenversicherung automatisch erhalten, rauszusuchen und nachzulesen. Dort finden Sie drei Beträge. Ihre zu erwartende Altersrente, Ihre zu erwartende Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung und Ihre bei voller Erwerbsminderung zu erwartende Rente. Das ist dann der Betrag, der für Sie maßgeblich ist. Bei einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung kennen Sie den Betrag, den Sie abgesichert haben.

Was kann ich noch tun, wenn ich Rente beziehe, wie viel kann ich hinzuverdienen? – Bei der gesetzlichen RV derzeit 400.- ohne schädliche Auswirkungen, es soll aber deutlich angehoben werden. Bei einer priv. BU so viel Sie wollen, nur nicht im bisherigen Beruf, in diesem max. 50%. Selbständige, oder solche die es werden wollen, haben es da wesentlich einfacher, da sich ein Unternehmen jederzeit auf eine andere Person umschreiben lässt.

Wie sichere ich mich optimal ab? – Sie sollten sich nicht höher versichern als ihr bisheriges Nettoeinkommen. Doch das handhaben die Gesellschaften sehr unterschiedlich, manche haben sogar eine 75% – Klausel. Ihr Versicherungsberater müsste Sie auf diesen Punkt auch hinweisen. Der Hintergrund ist folgender: Niemand sollte sich durch den Eintritt eines Schadenfalles bereichern. Das selbe gilt auch für die Krankentagegeldversicherung. Bei den Versicherern gilt es als bekannt, das sich insbesondere Selbständige gerne höher absichern. Dieser Versuchung sollte man unbedingt wiederstehen! Tritt nämlich der Versicherungsfall ein, sind Sie im Rahmen der sogenannten Mitwirkungspflicht verpflichtet, Ihr aktuelles Einkommen, evtl. sogar das Einkommen in der Zeit vor dem Vertragsabschluss offenzulegen. Ebenso sollten Sie darauf achten, dass der Versicherer mindestens auf die abstrakte Verweisung verzichtet.
Beamte sollten auf eine Versicherung mit echter Beamtenklausel achten, d.h., die Versicherung bezahlt, sobald der Amtsarzt die Dienstunfähigkeit festgestellt hat, oder der Beamte vom Dienstherren wegen Dienstunfähigkeit entlassen wird. Es finden keine Überprüfungen durch die oftmals parteilichen Gutachter der Versicherung statt. Die Entlassung eines Beamten wegen Dienstunfähigkeit erfolgt nach der Bewertung der Kriterien des Dienstherrn. Hier gilt die 50% Grenze nicht, welche die meisten Versicherungen in Ihrem Vertragswerk haben! Bei Abschluss einer Versicherung mit der sogenannten unechten Beamtenklausel kann es also sein, dass der Beamte seine Dienstunfähigkeit zweimal beweisen muss!
Für Soldaten auf Zeit, SaZ, gibt es ebenfalls eine sehr interessante Versicherung, die ab dem Zeitpunkt, an dem die Bundeswehrärzte die Dienstunfähigkeit festgestellt haben, eine monatliche Rente in Höhe von 750.- Euro bis zum 55. Lebensjahr bezahlt. Das klingt vielleicht nach nicht sehr viel, aber bei den derzeitigen Hypothekenzinsen – insbesondere wenn man in Fremdwährungen finanziert – lässt sich damit ein nettes Einfamilienhäuschen komplett bezahlen. Ist doch eine nette Entschädigung für die Fehlentscheidung, sich zu verpflichten, oder?
Wer noch keine Berufsunfähigkeitsversicherung hat, kann mich gerne anrufen. Ich kenne einen hervorragenden Experten, der genau auf diese Belange Rücksicht nimmt und Ihnen eine Versicherung empfiehlt, die so problemlos wie nur irgend möglich zahlt, wenn es soweit ist.

Bekomme ich meine Rente gleich endgültig, d.h. auf Lebenszeit? – Beamte sind hier wieder mal am besten dran, da ist es in der Regel tatsächlich so, dass kein Hahn mehr danach kräht, wenn der Beamte erst einmal wegen Dienstunfähigkeit in den Vorruhestand verabschiedet wurde.
Bei der Deutschen Rentenversicherung wird nur in seltenen Fällen gleich die Rente auf Lebenszeit gewährt, nämlich nur dann, wenn von vornherein abzusehen ist, dass keine Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten ist. Normalerweise wird die Rente auf ein bis drei Jahre befristet. Dann erfolgt eine erneute Überprüfung des Gesundheitszustandes, eventuell auch nach Aktenlage (eingereichte ärztliche Unterlagen). Mit jeder weiteren Überprüfung steigen die Chancen auf dauerhafte Gewährung der Rente, sofern der Gesundheitszustand unverändert ist. Wir haben bereits bei mehreren Kunden (auch bei jüngeren) erreicht, dass bereits nach einem Jahr die Rente auf Lebenszeit gewährt wurde.
Bei einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung muss dauerhaft mit Nachprüfungen gerechnet werden. Die Ausnahme sind auch hier wieder Beamte, die eine Versicherung mit “echter Beamtenklausel” abgeschlossen haben. Die haben dauerhaft ihre Ruhe.
Fazit: bei der Deutschen Rentenversicherung ist der Aufwand, den man betreiben muss, um die Erwerbsminderungsrente zu bekommen zwar etwas höher, der “Erhaltungsaufwand” ist aber relativ gering. Bei einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung verhält es sich genau umgekehrt.

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